Wenn es regnet, fällt kurz danach der Strom aus. Kein Strom, kein Ventilator, Fliegeninvasion. Nachdem wir das hiesige Umspannwerk bewundert haben, wissen wir auch warum:

Kein Wunder, oder?

Übrigens weiß ich nach dem Gewitter letzte Nacht, dass das Dach nicht ganz dicht ist. Wollte ich gar nicht wissen. Geduscht wird mit der guten alten Wassereimertechnik. Geht auch. Haare waschen wird dann aber lieber auf Agra verschoben.

Nach dem Frühstück und der Verabschiedung von Opa und Enkel machten wir uns dann auf zum kulturellen Teil des Tages.

Frühstück: Poha- kannten wir noch nicht (Rezept habe ich aber schon rausgesucht)!

Gestriges Abendessen- Strom war wieder weg.

Opa und Enkel

Tochters Schwestern vor dem Auftrieb!

Einer der Paläste der Stadt (es gibt hier diverse!)

Natürlich gibt es auch Bäume mit Affen!

Aussicht vom Palast

Andere Seite

Der Versuch auf einem Dach zu hüpfen!

Wer den Blog schon länger liest, erinnert sich vielleicht noch an mein letztjähriges Geläster über iranische Treppenstufen:

hier sind die indischen. Ergonomie ist definitiv ein Fremdwort!

Die Kleinen haben sich übrigen beschwert, dass sie eine altersunangemessene Menge an Kultur heute zu ertragen hatten. Verstehe ich nicht so ganz.

In einem Tempel in dem Fotografieren verboten ist, wurden die Damen zwischenzeitlich von einer Kinderschar (und dazustoßenden Erwachsen) belästigt

Das es das Foto doch gibt, ist durch fortschreitende "India Dementia" zu erklären. Wir leiden definitiv alle daran.

Dafür wurden wir aber gesegnet. Vielleicht hilft es ja.

Jetzt mal ganz klassisch: die Familie macht Urlaub auf dem Bauernhof. Die Kleinen müssen ja auch mal mit der Natur in Berührung kommen.

Eingang zum Gehöft

Begrüßungstee

Ziegenstall neben dem Wohnraum

Oma mit Enkel

Familienstammbaum unserer Hosts

Die Büffel

Ausblick auf Orccha

Die Tochter erlebt übrigens einen brutale Hardcore-Desensibilisierung bezüglich ihrer Abneigungen gegen Fliegen. Ist eben ein Bauernhof.

Unser Zimmer: ich wollte immer schon mal auf so einem Bett schlafen. Abendessen gibt es gleich mit der Familie!

Das Ganze wird organisiert von einer Vereinigung "Friends of Orccha". Sie sichern damit den Familien das Einkommen und unterstützen Bildungsprojekte. Augenscheinlich auch für verzogene Stadtkinder! Damit haben wir einen bisherigen Schandfleck unserer Erziehung beseitigt: endlich Urlaub auf dem Bauernhof!

Wasser tritt in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen auf. Nicht nur, dass wir den Beweis führen, das der Mensch zum größten Teil aus Wasser besteht (wenn wir lange genug ohne Ventilator sind, geraten wir in Gefahr uns in Pfützen zu verwandeln), nein: es ist Monsun. Wasser in diversen Erscheinungsformen.

Eine davon wurde von uns heute besichtigt: die indischen Niagarafälle (und gleichzeitig der Grand Canyon). Nein, der Inder neigt nur unerheblich zu Übertreibungen.

Um dorthin zu gelangen nahmen wir ein Auto. Die letzten drei Kilometer mussten wir allerdings noch den offiziellen Guide mitnehmen. Passt natürlich 😏

Schon ganz hübsch!

Alberne Touribilder die erste!

Und die zweite!

Kleine heiße Pfützen zum Reinsteigen gab es natürlich auch. Ja- der Guide hat uns für bekloppt gehalten!

Selfie mit Guide!

Als wir dann noch die drei Kilometer durch den Dschungel zurückgegangen sind und nicht mit dem Auto fahren wollten, haben wir den Ruf der Deutschen dauerhaft beschädigt.

Nachmittags gab es dann eine kleine Wanderung durch Dörfer zu den Jain- Tempeln!

Sehr interessant- bisschen viel nackte Männer! Da gab es dann auch den Klischee- Monsunplatzregen. Drei Damen, zwei nackte Priester mit Staubwedel und ein kleiner Tempel!

Priester- es gab im Tempel viele!

Hier nochmal die Tempel!

Ach ja: Büffel in Wasserpfützen gab es auch. Man sieht: viele Erscheinungsformen von Wasser. Morgen steht wieder Reisen an! Mal schauen!